Wir sind zu viert – Update

Schlagwörter

, , , , , , , , , ,

Knapp 4 Monate sind wir nun zu viert – und ich kann mich nur erstaunt fragen: Waren wir es jemals nicht?! Es fühlt sich so an, als wäre unser Mädchen immer schon da gewesen, so schnulzig das auch klingt.

Uns geht es einfach nur großartig. Der Große liebt sein Schwesterchen, die Einzige, die hier permanent Küsschen kriegt, ist sie. Ich wusste, mit ihr kommt Konkurrenz ins Haus! 😝

“Mama, ich will sie wieder tragen!“, höre ich hier oft, wenn er sie auf einem Kissen halten und beknuddeln möchte. Auch zeigt er ihr gern Dinge, sie bekam schon erklärt, wie man sich die Hände wäscht, wie man kaut, etc. pp.

Für die Kleine ist (noch) Mama die Nummer 1, aber ich stelle mich schon darauf ein, dass sich das bald ändern wird… Noch bin ich ja die Nahrungsquelle, aber später…?!

Sie ist eine kleine Beobachterin, am liebsten studiert sie den großen Bruder, bei allem, was er macht. Motorisch ist sie flink, oder zumindest flinker als wir es vom Großen gewöhnt sind, aber sie hat alle Zeit der Welt und ich trage sie gern noch ein Weilchen umher, bevor sie hier alles unsicher macht! 😉

Wenn ich daran denke, wie schnell die Zeit vergeht, werde ich wehmütig. Der Herzfreund und ich laufen gefühlt dem Zeiger auf der Uhr hinterher, rufen uns teilweise nur etwas zu, schaffen viel weniger als wir uns wünschen würden, und als wir sollten, naja. So ist das wohl als Elternpaar. Mehr Paarzeit, oder überhaupt mal wieder Paarzeit, steht hier auch ganz oben auf der Wunschliste.

Aber ich genieße es sehr, das Mamasein, das “Einbabyhaben“, die Nähe, die Glücksgefühle, den Geschwisterplüsch. Für mich gibt es nichts Schöneres als Kinder zu haben, und ich würde wahrscheinlich noch 1-2 mehr bekommen, würde es um gewisse Dinge (Mann, Finanzen, Nerven, …) anders stehen. 🙃

Alles in allem fühlt es sich wunderbar rund an, das Zuviertsein. Wir sind angekommen, könnte man sagen. Die Abläufe haben sich eingespielt, die Rollen sind verteilt und ja – auch wenn wir mit etwas anderem gerechnet haben – wir sind unglaublich glücklich darüber und dankbar dafür, doch noch ein Mädchen in unsere Familie bekommen zu haben.

Werbeanzeigen

Diesmal geht’s schneller

Schlagwörter

, , , , , , , , , ,

Oder: Beim zweiten Mal ist alles anders. Kommt es mir nur so vor, oder stimmt es wirklich, dass beim zweiten Kind alles fixer geht?

Die Neugeborenenzeit war so ratzfatz vorbei, man kam gar nicht hinterher damit, Fotos zu machen und Kleidung auszusortieren. Unser Igelchen sieht schon so groß aus, wenn es im Beistellbettchen liegt, dass wohl auch das, trotz Maxigröße, kein Jahr dastehen wird. 😳

Überhaupt ging es hier ganz schnell back to business. Ich muss noch heute lachen, wenn ich an die Worte meiner Hebammenfreundin denke: “Die ersten 10 Tage nimmst Du es wörtlich, und bleibst im Bett!“ Nunja. Ich kann nur sagen, dass ich froh bin, im Krankenhaus entbunden zu haben – so hatte ich wenigstens warmes Essen. Auf die Bratkartoffeln, die mir der Herzfreund versprochen hat, warte ich nämlich immernoch… 😝

Mit dem Zweiten ist man nicht nur schneller auf den Beinen. Man ist auch routinierter. Es ist nicht so, dass man nicht ins Schwitzen käme, wenn das Baby weint, das hat die Natur schließlich so vorgesehen… aber man tröstet nebenbei auch noch das große Kind, nutzt Stillpausen zum Vorlesen und so weiter. Schnell noch dies, nur noch fix das. Wer kennt es nicht?

Das Gute daran ist, dass die Babypfunde diesmal leichter purzeln. Oder zumindest das Bewusstsein dafür, dass man für den Afterbabybody etwas tun muss, eher aufkommt. Ich fühle mich schon wieder wohl in meinem Körper, daran war zu diesem Zeitpunkt nach der ersten Geburt laaaaang nicht zu denken.

Vielleicht sind das die Gründe, warum auch der Kinderwunsch wieder eher aufkommt?! Es ist so leicht diesmal, und schöööön mit den Zweien, dass Körper und Seele wohl denken: “Ja, ich möchte nochmal!?“ 🙃

Die perfekt proportionierte Familie

Schlagwörter

, , , , , , , , , ,

Meinem Schwiegervater zufolge sind wir genau das: die perfekt proportionierte Familie (stand auf der Geburtskarte). Auch meine Mutter fühlt sich immer wieder dazu veranlasst, mich daran zu erinnern, dass die Familienplanung jetzt abgeschlossen ist.

Großer Bruder, kleine Schwester – schöner geht es schließlich nicht. Drei ist eine unrunde Zahl, und überhaupt, wozu das Ganze? “Ihr habt doch jetzt beides!“

Es scheint, als bin ich die Einzige in unserer Familie, die einen Kinderwunsch nicht vom Geschlecht abhängig macht. Trotz 10 Wochen Babyliebe, dem erfüllten Traum vom Mädchen (von dem ich nicht wusste, dass ich ihn hatte 😉), fühle ich ganz deutlich: Hier fehlt noch jemand!

Leider sieht das der Herzfreund ganz und gar nicht so. Es fehle an Platz, Geld, Nerven – und Händen, denn dreiteilen möchte er sich schon mal gar nicht.

Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, ihn irgendwann umzustimmen. Hat bei den vorhandenen Kindern schließlich auch geklappt! 😏💪

Bis dahin genieße ich meine Zwei. 💙❤ Auf viele weitere, wunderschöne Muttertage wie heute!

Entspannt(es Wochenbett)

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Wenn ich mein Mädchen mit einem Wort beschreiben müsste, wäre dies: “entspannt“.

Sie ist so zufrieden, das ist einfach traumhaft. Schon der Große war ein ziemliches “Anfängerbaby“, aber die Kleine steht ihm in nichts nach und setzt sogar noch einen drauf.

Wenn sie schreit ihr Stimmchen einsetzt, gibt es bisher eigentlich nur einen Grund hierfür: Hunger! Und den hat sie (tagsüber) reichlich, oft gibt es Phasen, wo ich sie stündlich oder sogar halbstündlich anlege.

Nachts schläft sie dafür wunderbar am Stück, oft sogar im 3/4-Stunden-Rhythmus. Dementsprechend kann ich nicht sagen, an Schlafmangel zu leiden. 🍀 Mit dem “unterbrochenen Schlaf“ komme ich tatsächlich ganz gut zurecht.

Mein Wochenbett verläuft dank unserem pflegeleichten Mädchen jedenfalls sehr entspannt. Ich genieße es geradezu. Heultage oder eine Wochenbettdepression wie beim Großen hatte ich diesmal nicht, was das Ganze natürlich enorm erleichtert/e.

Es ist so schön mit den Kindern, dass ich im Gegensatz zu damals (beim ersten Kind) gar keine Angst vor der Zeit habe, wenn der Herzfreund wieder arbeiten geht. Nächsten Dienstag ist es schon soweit! Und es geht gleich munter los, denn ich werde den Großen, mit der Kleinen im Tragetuch, gleich “allein“ in den Kindergarten bringen. Ich freue mich schon darauf!

Was ich aber feststelle: Die Zeit verrinnt wie im Fluge! Beim Zweiten gefühlt hundertmal schneller als beim ersten Kind. Ich freue mich natürlich, wie sie gedeiht und staune darüber, wie schnell sie sich entwickelt – aber mir wird ganz bange, wenn ich daran denke, wie schnell das erste Jahr vergangen sein wird. Zack, sind die Kinder groß! 😳

Es bleibt nur, die Momente mit den Kindern intensiv zu genießen, den Babyduft zu inhalieren und in den Erinnerungen zu verankern für die Zeit, wenn es mal schwieriger sein wird…

Familie ist das Schönste, was es nur geben kann! Deshalb habe ich mich kurzerhand auch entschieden, 2 Jahre Elternzeit zu nehmen, statt wie beim ersten Kind nach 1 Jahr wieder arbeiten zu gehen. Solange wir es finanziell irgendwie stemmen können, ist es sicher nicht verkehrt. Wie sage ich immer so schön? Die Zeit, wenn die Kinder klein sind, gibt einem niemand zurück!

Insofern freue ich mich jetzt auf die Zeit allein zu Hause mit meinem Mäuschen. 🐀 Wir werden es uns schon schön machen!

Meine Traumgeburt (Geburtsbericht)

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Wer meine Beiträge verfolgt, weiß: Bereits die Schwangerschaft mit meinem zweiten Kind verlief so viel schöner als die erste. Ich hatte also Hoffnung, dass auch die Geburt dieses Mal etwas weniger dramatisch enden würde als damals (mein Sohn wurde nach der Geburt weggetragen und kam zur Beobachtung auf die Neointensivstation)… Dass ich mit einer absoluten Traumgeburt entschädigt werden würde, damit hätte ich im Leben nicht gerechnet! Aber lest selbst.

Am Vortag

Am Montag, dem 25.02.2018 (SSW 39+2), war ich etwas “im Stress“. Am Abend sollte die Zwillingsfreundin für 2 Nächte zu uns kommen, und das Haus sah aus wie Kraut und Rüben! Dementsprechend verwendete ich all meine verbleibende Restschwangerschafts-Energie auf einen 4-stündigen Großputz – schließlich wollten wir, d.h. ich, es sauber haben! 😀

Nachdem der Knirps im Bett, der Herzfreund auf dem Flugplatz und ich auf der Couch geparkt hatten, trudelte die Zwillingsfreundin ein und wir verbrachten einen wunderbar entspannten Mädelsabend, mit Quatschen und vielen Süßigkeiten, zusammen. Für den nächsten Tag nahmen wir uns vor, schön in der Stadt zu frühstücken und anschließend einen Gipsabdruck vom Babybauch zu machen, das entsprechende Equipment hatte die Zwillingsfreundin gleich mitgebracht. Ein guter Plan!

Die ersten Anzeichen

Am Dienstagmorgen, dem 26.02.2019 (SSW 39+3), wachte ich gegen 7:00 Uhr auf. Irgendwie spürte ich einen gaaanz leichten Schmerz im Bauch, aber ich dachte mir nichts dabei, hatte ich doch am Samstag zuvor bereits leichte Wehen gehabt, die sich nach einiger Zeit wieder verflüchtigten. Nichtsdestotrotz wies ich den Herzfreund darauf hin, dass er heute doch bitte sein Handy “am Mann haben“ soll, für den Fall, dass es doch losginge.

Der Herzfreund verabschiedete sich und ging zur Arbeit, und ich begann meine Morgenroutine mit Knirps. Als wir, d.h. der Kleine, beim Frühstück saßen und ich mal dies, mal jenes aus der Küche holte, musste ich tatsächlich schon eine Wehe veratmen. Der Knirps fragte ganz süß: “Was ist mit Dir, Mami?“, aber ich erzählte ihm nichts von meiner Befürchtung, dass vielleicht wirklich das Baby kommen könnte, und blieb still.

Nachdem die Zwillingsfreundin ebenfalls aufgestanden war, machten wir uns alle fertig und brachten Knirps, im Auto der Zwillingsfreundin, in den Kindergarten. Es war nun ca. 8:00 Uhr.

“Ich glaube, es geht los!“

Kaum aus der Tür des Kindergartens heraus, erzählte ich der Zwillingsfreundin mit oben genannten Worten von meiner Vermutung, dass ich Wehen hatte. Sie konnte es kaum glauben! Sollte es tatsächlich losgehen, nachdem sie den weiten Weg zu uns gemacht hatte und passenderweise gleich den Knirps betreuen (und vom Kindergarten abholen) könnte?! Das wäre doch ein Wink des Schicksals!

Wir beschlossen, Ruhe zu bewahren und, wie geplant, in einem hübschen Café in der Stadt frühstücken zu gehen. Essen mussten wir schließlich, und dank meiner schlechten Organisation (ich zog es ja am Montag vor zu putzen), hatten wir nichts Nennenswertes im Haus.

Während des Frühstücks verfestigte sich mein Gedanke, dass es sich um Geburtswehen handeln müsse, denn ich hatte immer wieder dieses unangenehme Ziehen im Bauch, das mit einem Druck nach unten einherging, ähnlich als müsste ich “groß“ auf Toilette. Entschuldigt dieses Detail, aber es erinnerte mich so stark an das Gefühl bei meiner ersten Geburt, dass ich die Schmerzen förmlich wiedererkannte.

Das war dann auch der Moment (gegen 8:45 Uhr) als ich zum Handy griff und den Herzfreund anrief, aber: “Teilnehmer nicht zu erreichen.“ Jackpot. Er rief dann jedoch 15 Minuten später zurück, ich informierte ihn über den Wehenstatus und wir verblieben so, dass ich mich melden würde, wie die Situation im Krankenhaus eingeschätzt werden würde.

[Witziger Dialog mit dem Herzfreund unter der Geburt, 26.02.2019]

Wir machten uns dann zügig auf nach Hause, um die Kliniktasche zu holen sowie der Zwillingsfreundin eine Vollmacht (damit sie den Kleinen vom Kindergarten abholen durfte) und einen Einkaufszettel für die nächsten 2 Tage zu schreiben (wie gesagt, wir hatten nichts im Haus).

Von da an notierte ich die Wehenabstände, es war nun 10:44 Uhr, und die Wehen kamen aller 5-8 Minuten. Höchste Zeit also, ins Krankenhaus zu fahren! Schnell noch Malervlies als Unterlage für den Autositz der Zwillingsfreundin aus dem Keller geholt (den hatte uns der Herzfreund für die Gipsabdruckaktion bereitgelegt), und los ging’s!

Im Krankenhaus

Nach gut einer halben Stunde, gegen 11:20 Uhr, kamen wir im Krankenhaus an und bekamen erst einmal einen Schreck: Im Vorraum zum Kreissaal tummelten sich Schwangere, Gebärende und/oder Wartende – es war brechend voll! Ich wäre am liebsten gleich wieder gegangen oder in ein anderes Krankenhaus gefahren. Aber nun hieß es erstmal CTG schreiben. Die Wehen kamen weiterhin alle 5-8 Minuten.

Für das CTG sollte ich seitlich liegen, und das mochte ich, wie schon unter der ersten Geburt, gar nicht. Aber die Wehen ließen sich (noch) einigermaßen aushalten, insofern ging es, und die Zwillingsfreundin blieb nett mit am Bett sitzen. Wir philosophierten über den CTG-Ausdruck, der mich ebenso wie die angezeigten Zahlen auf dem Display, ziemlich demoralisierte… Ob die mich wohl wieder nach Hause schicken?!

Die Hebamme beruhigte mich aber, dass es nicht auf die Kurven auf dem CTG, sondern auf den Befund der Ärztin ankäme. Und diese sollte mich sodann untersuchen.

“Das Baby kommt heute!“

Um die Mittagszeit, etwa 12:15 Uhr, war es soweit. Ich durfte zur Ärztin ins Untersuchungszimmer. Die Frau war mir total sympathisch, denn sie quasselte gleich drauflos. Ich erinnerte mich dann auch an sie, von der Wöchnerinnenstation bei Knirps damals, nur hieß sie damals noch anders. Das wertete ich als gutes Zeichen.

Dem Baby ging es prima, ich hatte zwischendurch aber gut zu tun mit den Wehen. Der Befund war dementsprechend ein Segen: Muttermund bei 4-6 cm. “Sie kommen jetzt in den Kreissaal!“

Ich konnte es gar nicht glauben. Aber die Ärztin versicherte: “Das Baby kommt heute.“

Ab in den Kreissaal

Gegen 12:45 Uhr, direkt nach der Untersuchung, rief ich den Herzfreund an und berichtete ihm von dem Befund. Ich war glücklich, der Ausspruch der Ärztin hatte mir einen richtigen Energieschub gegeben, und ich freute mich auf mein Baby. Der Herzfreund versprach, sofort von der Arbeit loszufahren. Die Zwillingsfreundin holte indes meine Kliniktasche, und verabschiedete sich.

Dann hieß es leider im Vorraum zum Kreissaal herumwehen, da die mir zugeteilte (übrigens mir eher unsympathische Hebamme) erst noch minutenlang im Kreissaal etwas vorbereiten musste. Gott sei Dank war im Vorraum nun keiner mehr weiter zugegen. Dennoch sah sich die Ärztin, als sie an mir vorbeilief, genötigt, noch einmal Druck zu machen, dass ich abgeholt werde.

Angekommen im Kreissaal, durfte ich es mir nicht endlich mal bequem machen, sondern sollte gleich zum Einlauf ins Badezimmer nebenan. Okaaaay. Entsprach natürlich meinem Wunsch, keinesfalls wollte ich, dass ich etwas anderes außer mein Baby herauspresse. Aber ich fühlte mich zugegebenermaßen etwas “gestresst“.

Irgendetwas setzte der Einlauf aber in Gang – oder war es allerhöchste Zeit?! Die Schmerzen wurden jedenfalls immer weniger aushaltbar, die Wehen kamen aller 2-3 Minuten, und ich schleppte mich gegen 13:30 Uhr zurück in den Kreissaal, wo Gott sei Dank endlich der Herzfreund auf mich wartete.

Endspurt!

Ab diesem Zeitpunkt ging alles ganz schnell. Eine neue (ältere) Hebamme kam herein, sie hatte denselben Vornamen wie ich, und ich mochte sie auf Anhieb. Sie korrigierte meine Atmung und unterstützte mich auf eine unaufgeregte Art und Weise. Ja, mit ihr konnte ich das Kind kriegen. 😝 Der Muttermund war nun auch komplett offen.

Anders als beim Knirps, den ich auf dem Gebärhocker entband, war ich nicht mehr in der Lage, eine andere Position als die liegende einzunehmen. Ich hatte unwahrscheinliche Schmerzen, und dachte nur noch von Wehenpause zu Wehenpause!

Leider kamen die Wehenpausen von da an, als die Hebamme die Fruchtblase öffnete, immer seltener und ich bekam Pressdrang. Die Ärztin war plötzlich wieder da, und ich wusste: Jetzt wird es ernst.

Unter größten Schmerzen und wiederkehrenden Rufen meinerseits (“Iiiich kann nicht meeeehr!!!“) gebar ich das Köpfchen meines Babys. Ich bildete mir ein, nicht mehr weitermachen zu können, doch die Hebamme motivierte mich: “Fühlen Sie doch mal das Köpfchen, ganz viele dunkle Haare hat Ihr Baby!“

Ich presste die Zähne zusammen und einen kurzen Moment später war es geschafft. Um 14:11 Uhr war mein Baby geboren.

Wirklich ein Mädchen!

Überglücklich betrachtete ich das Kleine und stellte fest, dass es wirklich und wahrhaftig ein Mädchen war. Unsere Tochter. 😍💕

Der Herzfreund durchtrennte die Nabelschnur. Und für die von mir gewünschte, sofortige Untersuchung der Kinderärzte, mussten wir uns noch kurz mit Kuscheln gedulden. Doch Gott sei Dank war alles gut, ich bekam unsere Tochter auf die Brust, und wir genossen den Zauber des Augenblicks.

Die Nachgeburt und das Nähen des Dammrisses gingen im Glücksrausch förmlich unter. Es war zu schön, Papa und Tochter beim Kennenlernen zu beobachten.

Nach einer weiteren kurzen Stunde im Aufwachraum durften wir schließlich hoch auf die Wöchnerinnenstation.

Endlich zu viert

Nachdem wir unsere Eltern telefonisch über die Geburt unseres Mädchens informiert hatten, setzten wir die Zwillingsfreundin in Kenntnis. Sie war sehr aufgeregt und wollte noch am Abend mit Knirps vorbeikommen.

Der Moment, als sie kamen, war dann sehr herzig. Der Knirps tastete sich vorsichtig an sein Schwesterchen heran, die Zwillingsfreundin bewunderte unser Mäuschen und ihre Haarpracht, und wir Mädels knipsten ein Selfie für unsere Memoiren. Dass wir das noch erleben durften… 😀 Das Tüpfelchen auf dem i in der Geschichte unserer Freundschaft!

Alles in allem hätte ich mir die Geburt nicht schöner wünschen können und bin sehr dankbar für den perfekten Abschluss einer wunderbaren, komplikationslosen zweiten Schwangerschaft!

Schwangerschaftsupdate SSW 37+6

Schlagwörter

, , , , , , , ,

[Den Beitrag habe ich am 15. Februar, zur o. g. SSW, begonnen… es blieb beim Entwurf.]

Nur noch 15 Tage bis zum errechneten Entbindungstermin – ich kann es gar nicht glauben! Die Zeit rast förmlich, der Mutterschutz ist schon zu zwei Dritteln geschafft, höchste Zeit für ein Schwangerschaftsupdate.

So geht es mir

Prinzipiell gut, kein Grund zur Sorge. Natürlich ist mit großer Kugel alles beschwerlicher: Socken anziehen, dem Knirps in die Schuhe helfen, den Berg auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten erklimmen… Aber ich halte mich wacker!

Womit ich nicht gerechnet habe (obwohl es ja die zweite Schwangerschaft ist und ich es hätte besser wissen müssen): Man schafft viiiiel weniger als zuvor. Meine großen Pläne für den Mutterschutz habe ich “stark angepasst“, hihi. Aber was soll’s, ich gönne mir die Pausen.

Ansonsten ist die Stimmung prima, ich genieße Babys Bewegungen im Bauch und erfreue mich einfach nur daran, dass wir bald zu viert sind. Die Spannung steigt!

Wie stehen die Vorbereitungen?

Ich stecke noch mittendrin. Seit Tagen bin ich nur noch am Waschen und Wäscheständer umplatzieren (Sonne und/oder Heizung nutzen). Die letzten Dinge sind besorgt: Windeln, Schnuller, Stilltee, Haarbänder 💕… doch ab und an fällt mir doch noch etwas ein, das wir “unbedingt benötigen“.

Die Kliniktasche ist noch nicht gepackt, darf man das überhaupt erzählen?! Beim zweiten Kind ist man echt entspannter. Aber ich hasse es auch, zu packen, das wird wohl auch ein Grund sein.

Nichtsdestotrotz fühle ich mich bereit für die Geburt. Das Baby darf gern jederzeit kommen. Trinke auch schon seit einer Weile fleißig Himbeerblättertee, in der Hoffnung, dasses diesmal eher losgeht (nicht erst wie beim Knirps in SSW 41+1).

Geburtsvorstellung im Krankenhaus

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , ,

Man mag es kaum glauben, aber heute war tatsächlich der wohl schönste Termin in dieser Schwangerschaft. Und das im Krankenhaus… Ich hätte nicht gedacht, dass ich ebensolches mit so einem (anhaltenden) Lächeln im Gesicht verlassen würde!

Aber es fühlte sich schon wie Heimkommen an, als ich den Kreissaal bzw. dessen Vorräume betrat. Erinnerungen an die Geburt meines Sohnes, die ja durchaus schön war, schossen mir durch den Kopf und ich entdeckte mit der leitenden Hebamme und später der Oberärztin sogleich vertraute Gesichter. Es herrschte eine freundliche Atmosphäre, vorbeikommende Mitarbeiter grüßten, Schwangere warteten oder wehten, wie es eben so ist im Kreissaal.

Es dauerte auch nicht lange, da bat mich die leitende Hebamme zum Anamnesegespräch. Routiniert stellte sie mir ihre Fragen, und ich äußerte bereits meine Vorgeschichte (Medikamentation), damit sie dies entsprechend dokumentieren konnte.

Anschließend hieß es noch ein bisschen warten. Ich nutzte die Zeit zur Durchleuchtung des Namensordners der in der Klinik geborenen Jungen und Mädchen (nach Jahren sortiert). Und stellte erfreut fest: Unser gewählter Name wurde in dieser Klinik 2018 nur einmal vergeben, und 2017 gar nicht. Wie schön.

Dann wurde es spannend und ich durfte zum Gespräch zur Oberärztin. Diese hatte sich, soviel konnte ich auf ihrem Rechner sehen, schon vorbereitet und recherchiert, welche Auswirkungen mein Medikament auf Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit hat. Wir besprachen diese Dinge, und sie dokumentierte auch, dass bei der Geburt (also auf “den letzten Metern“), ein Kinderarzt anwesend sein wird. Als Vorsichtsmaßnahme, da mein Sohn ja mit Anpassungsstörungen zu kämpfen hatte und leider auch sehr schnell von mir getrennt werden musste.

Nach dem Gespräch durfte ich noch zum Ultraschall. Und das war wunderschön. 💕 Sie schaltete nämlich auf 3D (Premiere für mich) und gab sich richtig Mühe, eine schöne Aufnahme zu erstellen. Unser Baby versteckte sich zwar mal wieder und hielt die Hände vor das Gesicht – aber es war der zauberhafteste Anblick, den ich in meinen Schwangerschaften je gesehen habe. (Mein Frauenarzt ist nicht besonders engagiert diesbezüglich.)

Und die Ärztin legte sich 100%ig fest: Wir bekommen ein Mädchen! ❤ Nachdem sich mein Frauenarzt ja auch schon recht sicher war, war das in 3D nun nicht mehr anzuzweifeln. Ich bin überglücklich. 🍀

Lediglich die Gewichtsschätzung macht mir ein klein wenig Sorgen, es wird wohl wieder ein Bröckchen. Hatte heute, an SSW 34+3, bereits 2.800g! 😳 Aber ich habe ja schon einmal ein 4kg-Kind herausgepresst, das werde ich auch noch einmal schaffen. Die Kleine liegt zum Glück schon seit Längerem in der richtigen Position.

Mit 2 niedlichen Ultraschallbildern, ein bisschen Infomaterial zu PDA & Co. sowie einem warmen, freudigen Gefühl verließ ich die Klinik wenig später. Wenn alles klappt (es nicht zu schnell geht, da etwas Anfahrt), werde ich hier mein zweites Baby zur Welt bringen.

Unsere Tochter. 💕

Mutterschutz

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , ,

Gestern hatte ich meinen letzten Arbeitstag, juhu! 🎊🎉 Damit beginnt heute (offiziell ab morgen) der Mutterschutz.

Ich bin so erleichtert, dass ich mich nun endlich erholen kann. Zwar gibt es noch viel zu tun, im Grunde ist bis jetzt nur sehr wenig vorbereitet, aber ich gehe alles in meinem Tempo an und vertraue darauf, dass das klappen wird.

Mein Plan für die nächsten 6 Wochen sieht so aus:

  • Kliniktasche packen
  • Anträge vorbereiten, soweit es geht (Kindergeld und Elternzeit bereits erledigt ✔)
  • Steuerklärung machen
  • Babyklamöttchen und -zubehör sichten, fehlende Dinge kaufen/leihen, waschen
  • Stoffwindeln durchwaschen (erwarte heute das Paket mit meiner Bestellung und bin soooo gespannt)
  • vorgezogenen Frühjahrsputz erledigen (mit allem Pipapo wie Fenster putzen, Kühlschrank abtauen, Küchenschränke auswischen etc. pp.)
  • diverse Leute kontaktieren (Nachsorgehebamme, Fotografin fürs Geschwistershooting, bekannte Mütter zum Treffen)
  • andere Kindergärten besichtigen (wir überlegen, mit dem Baby zu wechseln)
  • Kinderzimmer vom Knirps aufhübschen (Ballon an die Schräge malen)
  • Gardinen kürzen lassen/neu besorgen
  • fürs Baby nähen
  • Fotoalbum von Knirps gestalten (🙈 hier ist noch nichts passiert seit seiner Geburt)
  • to be continued…

Wahrscheinlich werden mir noch etliche weitere Dinge einfallen. Oder aber ich werde ab und an einfach entspannen!

Das Zeitfenster für die ganzen Erledigungen ist jedoch auch nicht sehr groß bzw. nicht so groß wie beim ersten Kind, da ich den Knirps erst gegen 10 Uhr in den Kindergarten bringe, und am Nachmittag ja wieder abhole und betreue.

Ich werde berichten, wie es vorangeht! Und einiges vielleicht auch mal zeigen.

Los geht’s! 💪

Generalprobe

Schlagwörter

, , , , , , , , ,

Gestern ergab sich durch glückliche Umstände endlich die Gelegenheit, das Baby meiner Freundin (die etwas weiter entfernt wohnt) kennenzulernen. Ein schnuffeliges, 2-monatiges, kleines süßes Baby – hach! Zum Dahinschmelzen.

Das Tollste aber war, dass später auch der Knirps in den Genuss eines Kennenlernens kam. Nach der längeren Autofahrt mit Papa (um mich abzuholen) war er etwas müde, und ziemlich verdattert, als im Wohnzimmer unserer Freunde auf einmal das Baby lag. Und gestillt wurde. (Ein völlig neuer Einblick, wir haben das mit dem Stillen noch nie thematisiert.)

Der Blick war herrlich! Der Knirps war sehr erstaunt und zögerlich. Ich glaube, er musste das Ganze erst einmal verarbeiten. Und verließ schnurstracks wieder den Raum. 😁

Später taute er doch noch auf, lugte interessiert in den Kinderwagen und erzählte meiner Freundin und mir beim Spaziergang fleißig Geschichten. Beim Verabschieden gab er dann wissend zum Besten: “Die Freundin hat schon ihr Baby, aber mein Baby dauert noch.“

So hört sich wohl Erleichterung an. 🙂 Allerdings hat er nur noch etwa 8 Wochen Schonfrist…