Warum ich meinem Kind keinen Stress mache (Windel abgewöhnen)

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Mein Sohn ist nun 2 Jahre und 3 Monate alt und immer öfter darf ich mir Kommentare meiner Familie anhören, ob er denn endlich aufs Töpfchen gehe. Wobei Familie eigentlich übertrieben ist, vorzugsweise ist es meine Mama, die Stress macht.

Ich bin davon einfach nur noch genervt. Es interessiert mich nicht, dass wir Kinder früher mit einem Jahr trocken waren. Und auch den Vergleich mit anderen Kindern, von Bekannten oder Freundinnen, lasse ich an mir abprallen.

Warum? Mein Kind ist einfach noch nicht so weit! Nicht, dass ich es nicht probiert hätte. Wir üben es schon seit ein paar Monaten mit dem Töpfchen oder der Toilette, nicht zwanghaft, einfach wenn es passte oder Mama ebenfalls auf Toilette war. Und wir waren auch schon mal so weit, dass es fast immer geklappt hat. Aber dann wollte er nicht mehr, machte ein großes Theater, wenn es ins Bad ging, und ich ließ es bleiben. Der Knoten ist noch nicht geplatzt, scheint mir.

Gott sei Dank bekomme ich aus dem unmittelbaren Umfeld, hier vor Ort, Bestätigung. Wir leben in Bayern, und hier ticken die Uhren anders als in den neuen Bundesländern, das wird mir immer wieder deutlich. Freundinnen von hier handhaben es ähnlich wie ich oder erzählen mir, dass ihre Kinder später von sich aus keine Windel mehr wollten. Im Kindergarten gibt es kein Töpfchentraining, hier gehen die Kinder nach Bedarf auf die Toilette, wenn sie soweit sind und es auch anzeigen. Selbst die Kindergartenleitung meinte, ich solle mich nicht verrückt machen, mein Kind würde mir schon das Tempo vorgeben.

Warum sollte ich mir und meinem Kind also Druck machen? Ich überhöre es, wenn meine Mutter sagt „er müsse es doch langsam mal merken“ oder „ich müsse ihm auch Anreize geben“ – darauf reagiere ich mittlerweile nicht mehr. Jeder hat seine Meinung, und ich muss mich dafür bestimmt nicht rechtfertigen.

Ich war schon immer gelassen in Bezug auf die Entwicklungsschritte meines Kindes. Der Kleine hat sein eigenes Tempo, ist z.B. spät gekrabbelt und gelaufen, aber who cares? Was nutzt es, sich deswegen verrückt zu machen?

Genau wie vom Schnuller wird er sich eines Tages auch von seiner Windel trennen, da bin ich sicher. Und er macht solche Fortschritte, schläft nun in seinem eigenen Zimmer, schneidet sein Brot in mundgerechte Stücke, kehrt wie ein Weltmeister mit seinem Besen und der Kehrschaufel, spricht mehr und mehr… lauter kleine Dinge, die mir zeigen, dass er sich gut entwickelt. Warum sollte ich also glauben, dass es mit der Windel eine ewige Geschichte wäre?!

Irgendwann wird es sie nicht mehr geben, diese Momente der Innigkeit auf dem Wickeltisch. Mein Kind wird sich alleine waschen, säubern und abtrocken, und das ist auch gut so. Aber bis dahin begleite ich es gerne auf dem Weg und genieße ein Stück weit die Nähe und Fürsorge, die ich meinem Kleinen durch das Wickeln geben kann.

Und wer weiß, vielleicht geht die Wickelzeit noch ein bisschen weiter, nämlich beim zweiten Kind, ich wäre längst soweit, aber das ist ein anderes Thema…

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Woran ich mich erinnere (Geburt)

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Es ist so schade! Damals, als der Knirps geboren wurde, herrschte bei mir Schreibflaute. Es ging mir nicht gut in dieser Schwangerschaft, oft schrieb ich es schon, ich hatte so sehr mit mir zu tun, alles wog schwer, war so anders, als ich mir meine erste Schwangerschaft vorgestellt hatte… Dementsprechend unmotiviert war ich, Dinge festzuhalten, zu konservieren, denn wer erinnert sich schon gern an eine Zeit, in der es einem nicht gut ging, man so haderte, obwohl sich doch der schönste Traum erfüllen sollte?!

An die Geburt denke ich hingegen gern zurück. Ich hatte ein Baby geboren, die Zeit des Wartens war vorbei, ich hatte es geschafft! Alle Strapazen hatten sich gelohnt, mehr als das, mein Baby war perfekt, so wunderschön. Ich war sofort verliebt!

Los ging es in der Nacht vom 01.08.2015, gegen 3 Uhr. Irgendetwas drückte und ich musste aller halben Stunde auf die Toilette. Da wir aber den Abend davor beim Italiener waren, schob ich es auf die Pizza! Es war ja nicht so, dass ich schon 8 Tage über Termin war, überhaupt nicht. *Ironieende* Der Herzfreund bemerkte es natürlich, aber ich beruhigte ihn, da es sich irgendwie nach Verdauungsschmerzen anfühlte und wir am Morgen ja eh einen Termin in der Klinik zur Einleitung haben sollten.

So wurde es Morgen, das „Drücken“ kam weiterhin ziemlich regelmäßig, und ich rief in der Klinik an, um schon einmal Bescheid zu geben, dass es wohl losgegangen sei. Als wir dort ankamen, am Vormittag, hatte ich dann endlich begriffen, dass es wirklich und tatsächlich die Wehen waren, die mich plagten. Wir mussten zunächst warten, bis der CTG geschrieben wurde, und ich weiß noch genau, wie ich dort im Klinikflur stand und veratmete, während Frauen sich für die Geburt anmeldeten oder eine mit Baby aus dem Kreissaal gefahren wurde.

Es war so unwirklich! Sollte nun endlich der Tag gekommen sein, an dem mein Baby zur Welt kam? Oder wie lange würde es dauern? Viel Zeit zum Nachdenken hatte ich nicht, ich konzentrierte mich auf den Schmerz und lief viel auf und ab, das half etwas. Der CTG verzeichnete die Wehen dann auch, obwohl es schwer war sitzenzubleiben, liegen ging gar nicht, höchstens seitlich, das sollte unter der Geburt auch so bleiben.

Bei der ersten Untersuchung war der Muttermund auch schon 4 cm geöffnet, das war der Wahnsinn, ich konnte nicht glauben, wie schnell das ging. Es sah auch alles gut aus, und wir durften gleich weiter in den Kreissaal. Dort wurden wir freundlich empfangen, durften uns einen Kreissaal aussuchen, wurden nett umsorgt und hatten viel Privatsphäre, auch auf dem Gang, den ich anfangs immer wieder nutzte, um mich zu bewegen.

Ich wünschte mir einen Einlauf, das wollte ich unbedingt, hatte ich doch gruselige Geschichten im Geburtsvorbereitungskurs gehört, also nicht dass die Hebamme mögliche Ausscheidungen unter der Geburt gruselig gefunden hätte, aber ich, und ich wollte mich sicher fühlen. Weh tat der Einlauf nicht, und selbst die Wehen waren auf der Toilette erträglich, insofern klappte es super und ich war beruhigt.

Das Bedürfnis zu Baden hatte ich nicht, mir war gar nicht danach, aber es war ja auch Hochsommer und entsprechend warm. Außerdem gefiel mir eine Wassergeburt nicht, ich bin auch sonst keine Wasserratte, es hätte nicht zu mir gepasst. Den großen Gebärstuhl fand ich okay, aber wie schon erwähnt war das Liegen unerträglich, sodass ich einiges probierte.

Und so vergingen die Minuten, wurden zu Stunden, ich war ganz bei mir, veratmete, litt, unruhte so vor mich hin. Der Herzfreund war eine riesige Stütze, und konnte doch wenig tun außer bei mir zu sein. Immer wieder kam die Hebamme, dann war Schichtwechsel, und auch eine Schülerin sah öfter nach mir.

Bald wurden die Schmerzen unerträglich und ich bekam ein Schmerzmittel über die Vene, was aber nicht viel half, aber egal, für eine PDA war es zu spät. Der Muttermund war dann auch bald bei 8 cm, und schließlich ganz geöffnet, ich spürte, es ging voran.

Die Fruchtblase platzte leider nicht von allein, sie wurde von der Hebamme geöffnet, das Fruchtwasser war schon grün, wie ich nach der Geburt erfuhr. Die Presswehen wollten jedoch nicht kommen, es ging zu langsam, und ich bekam ein Wehenmittel.

Plötzlich ging alles ganz schnell, die Ärztin kam und ich wusste „jetzt ist der Zeitpunkt“. Spontan entschied ich mich unter den Presswehen, auf dem Gebärhocker zu gebären. Der Herzfreund blieb hinter mir, das war gut, denn ich konnte mich kaum halten. Ich wehte und presste, die Ärztin und die Hebamme redeten mir gut zu, und dann kam das Köpfchen, ein unglaublicher Moment.

Da war also mein Baby, ich konnte es noch gar nicht begreifen, es wurde 16:30 Uhr geboren, aber es schrie nicht und plötzlich war es auch ganz trubelig. Ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmte, alles war so hektisch, und sofort war ich in Alarmbereitschaft. Der Herzfreund war so schnell nicht, also schnitt ich beherzt die Nabelschnur durch, und dann wurde unser Kind auch schon weggebracht.

Gott sei Dank schien es sich „nur“ um eine Anpassungsstörung zu handeln, der Kleine fand sich ins Leben, und durfte dann auch kurz mit uns kuscheln, wurde mir auf die Brust gelegt und ich weiß noch, wie ich dachte und auch sagte: „Er sieht ja aus wie ich!“ mit seinen großen Augen. Es war ein wunderbarer Moment, so perfekt, die Hebamme hielt es sogar auf Foto fest, und das war so wichtig, denn schon wurde der Kleine in die Kinderklinik gebracht, den Herzfreund im Schlepptau, und zurück blieb eine frisch gebackene Mama allein und ohne Baby.

Zu dem Zeitpunkt wusste ich auch noch nicht, was der Kleine hat, insofern waren es sorgenvolle Minuten, aus der rasch eine Stunde wurde, oder gar zwei, denn man kam ja noch in den Aufwachraum und sollte sich erholen, bevor es auf Station ging. Zum Glück brachte mir die Hebamme eine hübsch beschriebene Karte, mit Foto des Kleinen, und ich konnte es anschmachten, ich war so verliebt – und vermisste mein Baby so sehr!

Endlich kam ich dann auf Station und durfte mein Baby sehen, die Intensivstation war gleich nebendran, und da lag es selig in den Armen vom Herzfreund, der es auch schon gefüttert hatte. Was für ein herzerwärmendes Bild! Wir waren nun Eltern geworden, da war ein Menschlein bei uns, so perfekt, so zufrieden, das wunderbarste Wesen, das wir uns vorstellen konnten. Ich liebte es vom ersten Augenblick, hatte es immer geliebt, hatte sich doch mein Herzenswunsch erfüllt, ich war endlich Mama und durfte mit meinem Baby kuscheln! Die Schwester brachte uns ein tolles Tuch, wie eine Bandage, die mich und mein Baby umwickelte, und so lagen wir da, und ich genoss die Nähe und Innigkeit sehr, saugte alles auf für die erste Nacht ohne Baby nebenan, die da kommen sollte, denn auf der Intensivstation durfte man nicht über Nacht bleiben.

So endete diese erste August vor 2 Jahren, wie mussten unser Kind über Nacht allein lassen, aber die Hauptsache war, dass es dem Kleinen gut ging und gut versorgt wurde er, da hatten wir ein gutes Gefühl.

Ich bin nicht traurig über diese erste Zeit, es war alles gut, wie es war, und vielleicht haben wir die folgenden 2 Jahre, in denen der Kleine immer bei uns geschlafen hat, teilweise im Familienbett, etwas aufgeholt, wer weiß. In jedem Fall ist der Kleine gesund, zu Mamas Freude ein Kuschler und das wunderbarste Kind auf der ganzen Welt! ❤

Kindergarten mit offenem Konzept – wirklich so anders?

Unser Kind geht ja nun seit Oktober in einen neuen Kindergarten. Mit unserem Wohnortwechsel hielten wir das für notwendig, alles andere wäre eine logistische Herausforderung gewesen. Außerdem hat der neue Kindergarten einen guten Ruf, und auch unser erster Eindruck war sehr gut.

Die Eingewöhnung lief problemlos, unser Knirps ist ja aber auch ein alter Hase im Kindergartengeschäft. Hihi. Im Vergleich zum alten Kindergarten hat sich einiges für ihn verändert, zumindest sah es für mich erst so aus. Aber ist ein Kindergarten mit offenem Konzept wirklich so anders?

Was mich zunächst ein bisschen verschreckte, war die Lautstärke im Eingangsbereich. Es ist ein Unterschied, ob die Kinder in ihren Gruppenräumen spielen und bleiben oder immer wieder Kinder durch die Kante flitzen. Auch spielt sich im neuen Kindergarten gleich das Leben ab, wenn man hineinkommt, denn die Küche liegt linker Hand. Aber man gewöhnt sich schnell an die Lebhaftigkeit, und heute fällt mir das gar nicht mehr auf.

Der neue Kindergarten bietet mit seinen vielen Räumen viele Möglichkeiten, es gibt ein Starterzimmer für die Kleinen, ein ABC-Land (Bücherzimmer/Computerecke), eine Werkstatt, ein Nähzimmer, einen Malraum, den großen Hof, die Küche usw. Die Kinder sind dazu eingeladen, die Räume nach ihrem Interesse aufzusuchen und zu wechseln, wie es ihnen gefällt. In jedem Raum befindet sich ein Erzieher und hält ein Auge auf die Kids. Was toll ist: die Kinder dürfen viele coole Sachen ausprobieren, z.B. backen, an einem Werkstück arbeiten, nähen, am Computer arbeiten (zeitlich begrenzt, ab gewissem Alter), Knete zubereiten uvm. Regelmäßig finden auch Aktivitäten statt, z.B. Laubsammeln, ins Schwimmbad gehen, eine Fahrradtour machen, Spazierengehen, die Bücherei besuchen usw.

Was ich allerdings nach 1 Monat feststelle: Auch in diesem Kindergarten kochen sie „nur“ mit Wasser! Mir fiel mir bereits auf, dass hin und wieder 1 Erzieher allein ist mit vielen Kindern. Das ergibt sich durch den Alltag (z.B. durch das Frühstücken nach Bedarf) und deckt sich mit den Erfahrungen im alten Kindergarten. Auch konnte ich immer wieder ein Kind beobachten, dass scheinbar planlos herumlief und vermutlich zusätzliche Ansprache gebraucht hätte, die wohl so nicht immer möglich ist. Das freie Spiel nimmt gerade im jungen Alter einen großen Platz ein, wie ich in beiden Kindergärten feststellte, nur bleibt so manches Kind auf der Strecke, das Probleme damit hat, sich selbst zu beschäftigen. Das Wechseln der Räume setzt auch ein gewisses Interesse der Kinder voraus, und ich befürchte, dass es durch die freie Wahl Kinder gibt, die selten rausgehen, nicht frühstücken oder überhaupt wenig Aktivität zeigen.

Für ein Stück Kontinuität und Stabilität sorgt ein/e Bezugserzieher/in, die es auch im neuen Kindergarten mit offenem Konzept gibt. Jedes Kind ist dazu einem Raum zugeordnet, wo einmal am Tag eine Runde mit den Kindern stattfindet, wie man es von vielen Kindergärten kennt, in denen der Morgenkreis praktiziert wird. Mir gefällt das, denn so haben die Kinder ein Gefühl der Zugehörigkeit, und auch die Entwicklung der Kinder kann beobachtet werden.

Denn ein entscheidenes Manko hat das offene Konzept für mich schon: Das Kind geht nicht mit denselben Bezugspersonen durch den Tag, wodurch mir am Nachmittag keiner genau sagen kann, wo mein Kinds überall war und was es erlebt hat (seine Bezugserzieherin ist leider eine Teilzeitbeschäftigte, was ich etwas unglücklich finde bei seinen Betreuungszeiten). Ich freue mich daher auf die Zeit, wenn mein Kind mehr spricht und erzählen kann, wie der Tag so war.

Letztlich ist es aber schon so, dass ich nicht viele Qualitätsunterschiede zum alten Kindergarten feststelle. Es gibt überall Dinge, die einem gut oder weniger gut gefallen. Hauptsache ist, dass das Kind jeden Tag gern in den Kindergarten geht und die Erzieher liebevoll sind. Und das war/ist in beiden Einrichtungen, die wir nutz(t)en, der Fall.

Mamasorgen

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Zur Zeit mache ich mir viele Sorgen. Mamasorgen.

Da wäre zum einen mein Kind, dass zwar den Kindergartenwechsel gut verkraftet hat, denke ich, aber immer öfter ganz knatschig ist. Ich bin mir unsicher, ob es mit der Müdigkeit zusammenhängt, denn es scheint völlig tageszeitunabhängig zu sein. Mal gehts morgens schon los (Morgenmuffel?), mal nach dem Kindergarten (kaputt?), mal abends (müde?). Ich weiß nicht, was es ist, aber es ist total anstrengend zur Zeit.

Neulich waren wir auch das erste Mal beim Mutter-Kind-Turnen. Hat Spaß gemacht, und der Knirps fands nach kurzer Skepsis total super. Aber der Vergleich zeigt, dass er motorisch noch nicht so weit ist wie andere, mitunter sogar jüngere Kinder. Das sorgt mich schon ein bisschen. Ob er einfach ein später Bub ist? Immerhin lief er ja auch erst mit 17 Monaten die ersten Schritte allein… Bin ein bisschen unsicher, bei der letzten U-Untersuchung wurde lediglich der typische Kleinkindgang bemerkt, ansonsten nichts Auffälliges. Aber man weiß ja nie?!

Sorgen mache ich mir auch um meine Mama. Sie wird derzeit von einer schlimmen Depression geplagt, ausgelöst durch die Wechseljahre oder unseren Hauskauf in der Ferne, wer weiß das schon so genau?! Liegt wohl einfach in der Familie. Auf jeden Fall gehts ihr sehr schlecht und auch ihr Enkelkind kann sie nur schwer aufbauen. Ich rufe sie nun immer mehrmals täglich an, um ihr wenigstens etwas beizustehen, aber es ist schwer für alle Beteiligten. Aber ich weiß ja, wie das ist, also kann ich sie ganz gut verstehen. Arme Mama!

Zu allem Überfluss ist die Herzfreundin zur Zeit am anderen Ende der Welt! Wir appen uns zwar oft, auch via Audioapp, aber haben noch gar nicht weiter telefoniert, seit sie weg ist Anfang Oktober, und das schmerzt schon ein bisschen. Ich vermisse sie! Und sorge mich ein bisschen, denn sie macht lauter verrückte Dinge (z.B. Fallschirmsprung), das ist ein bisschen viel für meine angeschlagenen Nerven. Hihi.

Ach diese Sorgen. Bin so richtig Mama geworden, durch und durch!

Heute im Zug

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Es war ein rundum gelungener Tag heute. Der Knips fuhr zum allerersten Mal in seinem Leben mit dem Zug, oder der “Eisem“, wie er es so süß sagt.

Wir waren inklusive Umsteigen knapp 2,5 Stunden unterwegs, was echt gut geklappt hat, so problemlos, dass ich gleich wieder fahren würde, allein um das Gesicht meines Kleinen zu sehen, wenn ein weiterer Zug vorbeifährt oder wir in den Bahnhof einfahren. Natürlich hatte ich auch ordentlich Spielzeug eingepackt, die Tasche wog schwerer als die zusätzliche Wickeltasche, die wir dabei hatten, aber es war so nützlich für die lange Zeit des Fahrens. Und der Kleine hatte super Laune, war nicht knatschig oder so, und war ganz begeistert ob der zahlreichen vorbeiziehenden Baustellen bzw. vertieft in sein Spiel mit seiner kleinen Lokomotive oder dem Spielzeugbus, der dann auch gleich einmal quer durchs Abteil jagte. Hihi.

Beim Aussteigen dann, wir freuten uns schon auf den Herzfreund, der uns abholen sollte, ein kleiner Höhepunkt für die Mama. Eine Frau sprach uns an und meinte: “Sie machen das so gut mit Ihrem Kind, das finde ich schön!“ Ich war ganz perplex, so etwas Nettes hört man nicht alle Tage, noch dazu von jemand Wildfremden, aber ich freute mich sehr.

Und so denke ich zurück an diesen schönen Tag voller erster Male, mit Sonnenschein und gemütlichen Spaziergängen, und versuche, etwas weniger betrübt darüber zu sein, dass das Wochenende und leider auch mein Urlaub nun vorbei ist und der Alltag uns morgen wieder einholen wird…

Genießen

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Was habe ich die Zähne zusammengekniffen, wenn mir einer im Babyjahr erzählte: “Du musst das jetzt genießen, die Zeit geht so schnell vorbei!“ Genießen fiel mir so schwer, im fiesen Wochenbett, aber auch danach, sodass sich die lieb gemeinten Worte des Gegenübers wie Hohn anhörten.

Am Baby lag es natürlich nicht, überhaupt nicht, denn der Kleine war ein super pflegeleichtes, leicht zufriedenzustellendes Baby. Es war die anhaltende Traurigkeit und Mattigkeit, die mir zu schaffen machte, daran konnte auch ein süßes kleines Menschlein nichts ändern.

Im ersten Jahr passiert so viel, sagt man. Und nicht nur mit dem Baby! Auch die Mutter durchfährt eine Veränderung. Sie ist es ja in den meisten Fällen, die zu Hause bleibt und sich um die Betreuung des Babys kümmert. Insofern ändert sich der ganze Tagesablauf, vom Vollzeitjob zum Fulltime-Mamasein. Eine echte Aufgabe, denn wer wie ich Schwierigkeiten hat, sich selbst zu organisieren und auch mal “in den Hintern zu treten“, und auch keine Familie in der Nähe hat, die unterstützend zur Seite steht, fühlt sich schnell überfordert.

Genießen, das war für mich lange ein Fremdwort. Ich liebte mein Baby, ich sorgte mich um es, kuschelte und huschelte und ging auch täglich spazieren. Sogar Krabbelgruppen besuchte ich, um ein bisschen Anschluss zu finden, da war der Kleine keine 3 Monate alt. Ich tat alles, um unseren Alltag zu strukturieren und auch mal rauszukommen. Aber von Genießen konnte man leider nicht sprechen. 

Neulich sagte eine Freundin, wie gut ich doch jetzt aussähe. Nicht nur, weil ich so viel abgenommen hätte, auch sonst. Und so fühle ich mich auch! Aus dem süßen Baby ist ein entzückender kleiner Junge geworden, der mir so viel Freude macht. Durch die Arbeit, die mich zwar nicht besonders fordert, aber besonders durch die täglich vorgegebenen Richtzeiten (Kiga-Start, Arbeitszeiten etc.) hat mein Alltag eine Wendung genommen, die es mir leicht macht, die Zeit mit meinem Kind und das Mamasein wirklich zu genießen.

Und das Lustigste, ich sage anderen dieselben Worte, wie ich sie immer hörte: “Genießt die Zeit, sie ist so schnell vorbei!“

“Macht Spaß!“

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Als mein Kind und ich gestern auf der Couch herumtollten, sagte der Kleine plötzlich mit einem Lächeln im Gesicht: “Macht Spaß!“ Und wiederholte es sogar.

Hach, war das schön!

Wie wird es erst sein, wenn er von sich aus “hab dich lieb“ sagt? Da werde ich ihn, glaub ich, auffressen vor Niedlichkeit.

Dieses Kind ist mein größtes Glück. ❤

Endlich im neuen Heim

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Es ist geschafft! Wir haben den Umzug überstanden und sind drin im neuen Haus. Endlich angekommen.

Lange haben wir geplant und koordiniert. Im Mai waren wir beim Notar, im Juli bekamen wir die Schlüssel, im August waren wir noch im Urlaub und im September schleppten wir Kisten und Möbel nacheinander ins Haus. Meine Mama meckerte, dass es keinen “richtigen“ Umzugstag gab – aber für uns war es so genau richtig.

Ohne unsere fleißigen Helfer hätten wir es nicht geschafft! Auch wenn der Zeitpunkt des Besuchs meiner Verwandschaft gern später hätte sein dürfen (sie kamen unmittelbar nach dem Einzug). Die erste Nacht am 29.09. haben wir im aufgebauten Bett zwischen Kartons und noch uneingeräumten Kommoden verbracht – geträumt haben wir beide leider nur Murks.

Nun habe ich noch frei für die Eingewöhnung von Knirps im neuen Kindergarten und putze und räume. Es ist viel zu tun, wir suchen eigentlich ständig irgendetwas. Aber es wird! Und es drängt ja keiner.

Auf jeden Fall fühle ich mich schon richtig angekommen. So ein eigenes Haus ist schon etwas Wunderbares. Ich liebe es! Und der Knirps auch, der liebt vor allem die Nachbarskatze, die immer vorbeikommt. “Will steicheln“ hat er immerzu gesagt und ist ihr nachgelaufen. Total süß!

So darf es bleiben und sich anfühlen. Zuhause.

N wie Nein, diesmal nicht

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Wie gern hätte ich geschrieben, dass sich unverhofft ein weiteres Wunder zu uns aufgemacht hätte. Es wäre auch zu schön gewesen! Der Zeitpunkt wäre nicht perfekt gewesen – immerhin haben wie einen Umzug zu wuppen – aber wann ist schon der richtige Moment fürs Schwangerwerden??! Eben!

Leider hat es diesmal nicht geklappt. Immerhin weiß ich jetzt sicher, dass ich auf jeden Fall ein zweites Kind möchte. Dafür war der Stich ob des negativen Schwangerschaftstests heute Nachmittag einfach zu deutlich. Auch wenn ich gespürt habe, dass ich nicht schwanger bin, wäre ich nur allzu gern eines Besseren belehrt worden!

Was bleibt, ist die stille Hoffnung, dass ich bald einen positiven Test in den Händen halte. Dafür muss nur noch der Herzfreund überzeugt werden. Der ist nämlich der Meinung, dass wir uns erst einmal im neuen Haus einleben sollten, bevor wir ein weiteres Kinderzimmer einrichten…

Davon abgesehen, dass ich uns als Familie noch nicht komplett sehe, halte ich 3 Jahre für den idealen Altersabstand bei Geschwistern. Nicht zu lang, sodass die Chance, dass die Kinder zusammen spielen, relativ hoch ist – aber auch nicht zu kurz, sodass man nicht 2 Kleinkinder zu versorgen hat. Das wiederum hieße, dass der Startschuss langsam aber sicher fallen müsste…

Ach menno. Ich hatte fast vergessen, wie nervenaufreibend so eine Kinderwunschzeit sein kann! Ich will endlich hibbeln! Oder überrascht werden! Oder am besten beides.

Fortsetzung folgt.

Schlaflos

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Gestern Nacht im Bett überlegte ich, wann ich eigentlich das letzte Mal meine Periode hatte. Im Urlaub, soviel war klar. Aber war es schon zu Beginn des Urlaubs? Ich habe es mir leider nicht notiert, denke aber es begann Mitte August. Womit ich langsam überfällig wäre!

Am liebsten hätte ich heute gleich einen Test gemacht. Aber der Test, den ich noch übrig habe, befindet sich schon im neuen Haus. Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als bis morgen zu warten, denn ich kann ihn erst heute holen.

Eigentlich glaube ich aber nicht, dass ich schwanger bin. Ich habe keinerlei Anzeichen außer die fehlende Blutung. Ich fühle mich auch nicht so. Alles ist anders als damals beim Knirps. Daher mache ich mir mal keine Hoffnung.

Irre wie ich bin, habe ich gestern Nacht trotzdem schon mal einen Geburtsterminrechner gegoogelt. Hihi. Verrückt kann ich!